Mit der Silbermedaille kehren Hanna Lengkey (VSG Lübeck) und Lisa Zornow (TSG Zingst / Prerow) von der Deutschen U20-Beachvolleyball-Meisterschaft am 18. und 19. Juli 2026 im bayrischen Lenggries zurück. Nach einer langen Anreise aus Mecklenburg-Vorpommern präsentierte sich das Duo über das gesamte Turnier hinweg in sehr guter Form und musste sich erst im Finale den aktuellen Junioren-Weltmeisterinnen Sandra Otte und Anna-Chiara Reformat geschlagen geben.

Die Meisterschaft stellte die Teams bereits zu Beginn vor besondere Herausforderungen. Tiefer, weicher Sand sowie ungewöhnlich weiche Wilson-Spielbälle erschwerten ein druckvolles Angriffsspiel. Vor allem Topspin-Sprungaufschläge und harte Angriffsschläge verloren dadurch deutlich an Wirkung, wodurch Annahme und Abwehr stärker in den Vordergrund rückten und auch Außenseiter ihre Chancen erhielten. Hinzu kamen zwei längere Gewitterunterbrechungen im Turnierverlauf.
Nach kleineren Anpassungsproblemen steigerten sich Hanna und Lisa jedoch von Spiel zu Spiel. Bereits in der Gruppenphase gelang ein bemerkenswerter Erfolg gegen das Nationalteam Neboah/Schulz. Trotz der bis dahin zwei abgegebenen Sätze zogen die beiden aufgrund ihrer konstant starken Leistungen verdient in das Halbfinale ein.
Dort trafen sie auf Sunna Milz und Helena Klemm vom VC Olympia Münster. Beim Stand von 21:16 und 11:10 für Hanna und Lisa musste die Begegnung aufgrund eines Gewitters für rund 30 Minuten unterbrochen werden. Nach dem Wiederbeginn fanden die Münsteranerinnen zunächst besser in ihren Rhythmus und entschieden den zweiten Satz nach einem packenden Finish mit 25:23 für sich. Im entscheidenden dritten Satz übernahmen Hanna und Lisa jedoch wieder die Kontrolle und sicherten sich mit einem souveränen 15:9-Erfolg den Einzug ins Finale.
Im Endspiel kam es zum Duell der beiden stärksten Teams des Turniers gegen die amtierenden Junioren-Weltmeisterinnen Sandra Otte und Anna-Chiara Reformat. In einer hochklassigen Begegnung verlief das Spiel lange ausgeglichen, ehe die Weltmeisterinnen ihre Chancen konsequenter nutzten und sich verdient mit 21:16 und 21:16 durchsetzten.
Die Silbermedaille ist für Hanna und Lisa dennoch ein herausragender Erfolg. Besonders bemerkenswert ist, dass das Duo in dieser Saison lediglich fünf gemeinsame Trainingstage absolvieren konnte und sich hauptsächlich über gemeinsame Turniere einspielte.
Für die Mecklenburg-Vorpommerin Lisa bedeutet der Gewinn der Silbermedaille zugleich die Fortsetzung einer beeindruckenden Entwicklung. Nach der Bronzemedaille bei der U19-DM im vergangenen Jahr mit ihrer langjährigen Partnerin Mathilda vom SC Neubrandenburg und dem nur knapp verpassten Finaleinzug gelang nun der nächste große Schritt. Umso bemerkenswerter ist dieser Erfolg, da sie ihren sportlichen Weg ohne Förderung durch den Landesstützpunkt Schwerin oder den Landesverband gegangen ist und sich parallel zu ihren Pflichtpraktika im Studium sowie dem Abschluss ihrer Bachelorarbeit in Hamburg auf die Deutschen Meisterschaften vorbereitete.
Für Hanna und Lisa bildet das Premium-Turnier in Stralsund am kommenden Wochenende den gemeinsamen Abschluss einer kurzen, aber äußerst erfolgreichen Saison.
Herzlichen Glückwunsch Ihr beiden zu dieser großartigen Leistung!!!
Bericht: R. Zornow
Fotos: privat und Valeria Witters




